Montag, 10. September 2012

GRISCHA. Goldene Flammen von Leigh Bardugo


Grischa
Alina ist zusammen mit Maljen im Waisenhaus von Herzog Keramsow aufgewachsen und weiß daher nicht, von wem sie abstammt. Als die beiden dann zusammen in die Erste Armee des Zaren eintreten scheint die Freundschaft der beiden einen Knacks zu bekommen. Maljen bemerkt gar nicht wie sehr er die verliebte Alina mit seinen Liebschaften verletzt. Bis sie ihm eines Tages auf unglaubliche Weise das Leben rettet. Alina, die einfache Kartografin, wird nach ihrer Tat sofort zum Dunklen geschickt. Er ist der mächtigste Grischa von allen und nimmt Alina in die Lehre. Doch der Dunkle ist nicht nur angsteinflößend und einflussreich, er übt auch eine unwiderstehliche, gefährliche Anziehungskraft auf Alina aus.

GRISCHA. GOLDENE FLAMMEN ist der grandiose Auftakt zur Trilogie von Leigh Bardugo. Ich wusste nicht was mich bei diesem Roman erwartet und so sind meine Erwartungen haushoch übertroffen worden. Die Autorin hat hier einen fesselnden Fantasyroman vor einer russischen Kulisse erschaffen. Ihr Schreibstil ist kurzweilig, fesselnd und fantasievoll. Die Atmosphäre und Umgebung war oft so greifbar beschrieben, dass ich alles genau vor meinem inneren Auge gesehen habe. Die unbekannten Begriffe hielten sich in Grenzen und waren, meines Erachtens, oft selbsterklärend.

Alina bringt dem ganzen Land Hoffnung und ist eine äußerst sympathische Protagonistin. Ich habe sie jedenfalls vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Da sie die Ereignisse aus ihrer Sicht erzählt, hat man auch einen guten Einblick in ihrer Gefühls- und Gedankenwelt. Da sie nicht, wie die anderen Grischas, schon als Kind zum Dunklen kam, ist sie ihm gegenüber nicht so ergeben wie alle anderen. Ihr ist es unangenehm im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen und sie verpönt die bestehende Rangordnung unter den Grischas. Dennoch kann sie der Anziehungskraft des Dunklen nicht entkommen. Wenn er in ihrer Nähe ist scheint ein Verlangen von ihr Besitz zu nehmen, das sie nicht wirklich einordnen kann. Alina möchte nicht die Hoffnung eines ganzen Volkes sein, doch sie soll mit ihrer seltenen Gabe alle von der Schattenflur befreien. Ist sie dazu wirklich im Stande?

Bei den faszinierenden Grischas gibt es drei verschiedene Gruppen. Die Korporalki (Orden der Lebenden und Toten) bestehen aus  Entherzern und Heilern. Zu den Ätheralki (Orden der Beschwörer) gehören die Stürmer, Inferni und Fluter. Zu guter Letzt sind die Materialki (Orden der Fabrikatoren) bestehend aus Durasten und Alkeni die erfindungsreichsten. Sie alle erkennt man schon an der Farbe ihrer Gewänder. Der Dunkle ist der einzige der Schwarz tragen darf – außer Alina, der er es sofort gestattet, da sie in seiner Gunst ganz oben steht und sie mit ihrer Gabe keiner der Gruppen direkt angehörig ist.

Der Umschlag dieser Hardcoverausgabe ist wirklich schön. Im Vordergrund steht der in Spotlack getauchte Titel und dahinter ist Alina zu erkennen. Als blasser Abdruck steht hinter ihr ein Hirsch und man kann die karge Landschaft Rawkas erkennen. Nach der Lektüre gefällt einem das Cover sogar noch besser, weil man dann die Zusammenhänge deuten kann.
Der Vorsatz und das Lesebändchen sind passend moosgrün gehalten. Im inneren ziert eine wunderschön gezeichnete Karte Rawkas die ersten Seiten. Insgesamt also eine sehr ansprechende Aufmachung.

GRISCHA war wirklich ein Lesevergnügen. Die Autorin hat alte und neue Ideen gut gemischt und umgesetzt. Ich warte somit gespannt auf die Fortsetzung dieser tollen Trilgoie. Fantasy-Fans sollten hier unbedingt zugreifen!

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Autoreninfo:
Leigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist. Grischa - Goldene Flammen ist ihr erster Roman, zwei weitere Bände der Saga um die Sonnenkriegerin Alina sind in Vorbereitung.

Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Carlsen Verlag!



Kommentare:

  1. Danke für die Rezi, das Buch hört sich super an, ich werde es auf jeden Fall im Auge behalten.

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  2. Ich bin gespannt wie es dir gefällt :-)

    Liebe Grüße,
    Sarah

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